Veranstaltungskalender
Veranstaltung
- Titel:
- "Swing-Tanzen Verboten" - Jazz-Legende Emil Mangelsdorff erzählt über seine Jugend in der NS-Zeit
- Wann:
- 26.02.2012 17.00 h
- Kategorie:
- Sonstige
Beschreibung
Synagoge Vöhl, 26. Februar 2012, ab 17 Uhr
"Swing-Tanzen Verboten"
Jazz-Legende Emil Mangelsdorff erzählt über seine Jugend in der NS-Zeit
Emil Mangelsdorff (*11. April 1925 in Frankfurt am Main) zählt „zu den profiliertesten, vielseitigsten Solisten“ (Martin Kunzler) des deutschen Jazz. Sein jüngerer Bruder war der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff (1928–2005). Der heute schon legendäre Emil Mangelsdorff berichtet am Sonntag, dem 26. Februar 2012 ab 17 Uhr in der Vöhler Synagoge als Zeitzeuge über den Jazz im Dritten Reich. Höhepunkte werden einige Solostücke des Altsaxofonisten sein.
Während des Nationalsozialismus war der Jazz, verleumdet als „Nigger- und Judenmusik“, streng verboten. Emil Mangelsdorff, der 1941 mit Freunden den Hot Club Frankfurt gründete, ging für seine Jazzbegeisterung ins Gefängnis der Gestapo und wurde anschließend als "Kanonenfutter" an die Ostfront geschickt. Erst nach vier Jahren russischer Gefangenschaft kehrte Emil Mangelsdorff 1949 nach Frankfurt zurück. Der Jazz und die Biografie von Mangelsdorff sind Zeugnis und Mahnung zugleich, wohin Gewaltherrschaft führen kann.
Der Jazz, als eine Musik der Befreiung und Toleranz, hat nicht nur in den 1950er Jahren Politik und Gesellschaft miteinander versöhnt, sondern darüber hinaus bis heute seine befreiende Kraft erhalten. Dazu hat auch Emil Mangelsdorff unendlich viel beigetragen. Für seine Verdienste um die Kultur in Hessen wurde er am 20. Januar 2006 mit der Goethe-Plakette des Landes Hessen ausgezeichnet (nachdem er die Johanna-Kirchner-Medaille und die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main bereits 1995 erhalten hatte). Er ist zudem Träger des Hessischen Jazzpreises (1995) und der Wilhelm-Leuschner-Medaille (2001), der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen. 2008 hat ihm der Bundespräsident das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Auf der Ronneburg wurde er zum „Ritter des Jazz“ geschlagen. (Quelle: wikipedia.de).
Reservieren Sie sich rechtzeitig Karten zu 12/10/8 Euro (für Schüler, Studenten etc. Ermäßigung von 3 Euro) unter 05635-1022 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Der ursprünglich für diesen Termin auch angekündigte Fritz Rau wird leider nicht zugegen sein. Nach einer schweren Erkrankung Ende 2011 ist Fritz Rau noch nicht in der Lage, den Termin 26.02. wahrzunehmen. Es ist geplant, eine ergänzende Veranstaltung mit ihm am 1. Juni durchzuführen.
"Swing-Tanzen Verboten"
Jazz-Legende Emil Mangelsdorff erzählt über seine Jugend in der NS-Zeit
Emil Mangelsdorff (*11. April 1925 in Frankfurt am Main) zählt „zu den profiliertesten, vielseitigsten Solisten“ (Martin Kunzler) des deutschen Jazz. Sein jüngerer Bruder war der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff (1928–2005). Der heute schon legendäre Emil Mangelsdorff berichtet am Sonntag, dem 26. Februar 2012 ab 17 Uhr in der Vöhler Synagoge als Zeitzeuge über den Jazz im Dritten Reich. Höhepunkte werden einige Solostücke des Altsaxofonisten sein.
Während des Nationalsozialismus war der Jazz, verleumdet als „Nigger- und Judenmusik“, streng verboten. Emil Mangelsdorff, der 1941 mit Freunden den Hot Club Frankfurt gründete, ging für seine Jazzbegeisterung ins Gefängnis der Gestapo und wurde anschließend als "Kanonenfutter" an die Ostfront geschickt. Erst nach vier Jahren russischer Gefangenschaft kehrte Emil Mangelsdorff 1949 nach Frankfurt zurück. Der Jazz und die Biografie von Mangelsdorff sind Zeugnis und Mahnung zugleich, wohin Gewaltherrschaft führen kann.
Der Jazz, als eine Musik der Befreiung und Toleranz, hat nicht nur in den 1950er Jahren Politik und Gesellschaft miteinander versöhnt, sondern darüber hinaus bis heute seine befreiende Kraft erhalten. Dazu hat auch Emil Mangelsdorff unendlich viel beigetragen. Für seine Verdienste um die Kultur in Hessen wurde er am 20. Januar 2006 mit der Goethe-Plakette des Landes Hessen ausgezeichnet (nachdem er die Johanna-Kirchner-Medaille und die Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main bereits 1995 erhalten hatte). Er ist zudem Träger des Hessischen Jazzpreises (1995) und der Wilhelm-Leuschner-Medaille (2001), der höchsten Auszeichnung des Landes Hessen. 2008 hat ihm der Bundespräsident das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Auf der Ronneburg wurde er zum „Ritter des Jazz“ geschlagen. (Quelle: wikipedia.de).
Reservieren Sie sich rechtzeitig Karten zu 12/10/8 Euro (für Schüler, Studenten etc. Ermäßigung von 3 Euro) unter 05635-1022 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Der ursprünglich für diesen Termin auch angekündigte Fritz Rau wird leider nicht zugegen sein. Nach einer schweren Erkrankung Ende 2011 ist Fritz Rau noch nicht in der Lage, den Termin 26.02. wahrzunehmen. Es ist geplant, eine ergänzende Veranstaltung mit ihm am 1. Juni durchzuführen.
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